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Bericht zur 2. Ausbildung Bodenarbeit in Diedorf (Nähe Augsburg)

14. - 21. April 2009

Wieder einmal waren wir zu Gast bei Johanna Leich in Diedorf. Auch diesmal wieder ist es Johanna gelungen, eine hervorragende Ausbildung zu organisieren, in der es weder Mensch noch Pferd an etwas gefehlt hat!

Diesmal waren die Teilnehmer aus Nord- und Süddeutschland und sogar aus Österreich angereist. Felicitas war zu diesem Kurs aus Plön bei Kiel gekommen, Dina & Karl-Heinz sind mit ihren Pferden "Hexe" und "Isidor", zwei Warmblütern zu dem Kurs aus der Nähe von Augsburg im Sattel ihrer Pferde angekommen (!) und Verena war mit ihrer Friesenstute Ené aus Kernten in Österreich zu Johanna gefahren.

Johanna (hier mit ihrem Pferd Mayor) war die Gastgeberin für Dina mit Hexe, Karl-Heinz mit Isi, Felicitas (hier mit Johanna's Pferd Gamin) und Verena mit Ené

Johanna hatte in der Zwischenzeit weitere zwei Gastboxen gebaut, die die beiden Warmblüter mit Blick auf den Reitplatz beziehen durften! Ené war im Offenstall in direkter Nachbarschaft zu den Eseln untergebracht. Tagsüber gab es auch Weide für die Pferde. Es war alles perfekt vorbereitet. Dank des schönen Wetters konnten wir bis auf einen Tag in herrlichstem Sonnenschein arbeiten. Die Mittagspausen verbrachten wir meistens unter dem Dach im Schatten. Die theoretischen Erklärungen mit Videos und die Reflektion der während der Schulung aufgenommenen Videosequenzen fanden wie gehabt im Bauwagen statt.

Übungen am Holzpferd und mit Menschen als "Pferde" waren eine gute Vorbereitung für die praktische Arbeit mit den Teilnehmerpferden

In dieser Gruppe hatten wir wieder ganz viel Spaß beim Lernen. Der war auch von Nöten, denn die 22jährige Warmblutstute von Dina erforderte unendlich viel Geduld, da sie oft penetrant die Hilfen der Teilnehmer ignorierte. Doch durch die liebevolle Konsequenz und Klarheit, die bei den Teilnehmern von Tag zu Tag wuchs, konnte auch Hexe sich schließlich fallen lassen und genoss sichtlich die Aufmerksamkeit und die abwechslungsreiche Arbeit in der Gruppe. Das führte schließlich dazu, dass wir vorschlugen, ihr einen neuen Namen zu geben. Hexe war nun wirklich nicht mehr passend. Von nun an sollte sie "Gina" heißen. Bereits am vierten Tag der Ausbildung konnten wir mit dem Hängertraining beginnen, das nach und nach die bereits entstandene Beziehung auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Vertrauen förderte.

Hängertraining zur Festigung der Beziehung in Hinsicht auf Respekt & Vertrauen

Zum Schluss konnte jeder Teilnehmer mit jedem Pferd allein oder mit einem zweiten Pferd auf dem Hänger ihr/sein Pferd verladen. Es war eine Freude, zu sehen, wie unabhängig und liebevoll die einzelnen Menschen mit ihren Pferden arbeiteten. Auch untereinander war in der Gruppe ein freundschaftliches Flair entstanden. Wir waren ein Team geworden, in dem einer den anderen unterstützte.

Die Freiarbeit zur Herstellung von Respekt & Vertrauen forderte die Teilnehmer ungemein. Es bedarf viel Klarheit, Wendigkeit und Flexibilität, um bei dieser Arbeit mit dem Pferd im richtigen Winkel die Aktion zu setzen. Schließlich gelang es ihnen, jeweils zu zweit die Pferde in Richtung und Gangart über Körpersprache zu dirigieren, was dazu führte, dass alle Pferde ihr Verhalten zum Positiven veränderten. Das Händling wurde geschmeidiger und harmonischer.

Die Freiarbeit forderte Mensch & Pferd und sorgte schließlich für Harmonie!

Auf Anfrage der Teilnehmer übten wir auch das "Einparken" an der Aufsteigehilfe sowie das akkurate Positionieren des Pferdes zum Aufsteigen. Dazu kamen Informationen über die Fütterung, Sattelproben und das Putzen ohne Anbinden.

Die Tiere, die nichts zu tun hatten, verfolgten das Geschehen auf dem Platz mit großem Interesse ...

Auch Johanna's Pferde wurden wieder mit eingesetzt. Es bedurfte einer Nachsteuerung des Respekts, den Johanna mit Hilfe ihrer Mitstreiter schließlich auf der ganzen Linie einfordern konnte. Highlight bildete eine Demonstration der Reiterschulung im Sattel. Johanna hatte inzwischen ihren Pferdisch Sattel für Gamin bekommen und konnte daher mal in den Pferdisch Reitunterricht reinschnuppern. Den Teilnehmern wurde schnell bewusst, dass die gewaltfreie Hilfengebung von der Balance des Pferdes sowie eines ausgewogenen und geschmeidigen Sitzes des Reiters abhängt. Die Reiterschulung beginnt daher immer mit einer Sitzschulung (auf einem ausbalancierten Pferd). Friedhelm nutzte dazu das Pferdisch Impulsband, um Johanna auf ihrem Pferd zu schulen. Am Ende der Session saß Johanna in allen drei Gangarten geschmeidig im Pferd und ... LÄCHELTE!

Zwei zufriedene Gesichter ... so schön kann das Leben sein!

Wir freuen uns schon, dass wir im Juni 2009 wieder zu Gast sein dürfen bei Johanna in Diedorf. Dann findet die Ausbildung Bodenarbeit "Balance & Gymnastizierung" statt und anschließend ein dreitägiger Reitkurs.

Interessenten, die eine Schulung bei sich zu Hause organisieren wollen, können sich mit uns, und auch mit Johanna Leich in Verbindung setzen, um von ihren Erfahrungen zu profitieren. ( Tel. 0170 8879719, Email johanna.leich@vr-web.de )

Last edited 07. Mai 2009